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| Thema: Recht auf Information über Gesundheitszustand |
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Seiten (1): [1]
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16.01.2010, 11:14 |
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Puschimaus Volkstribun

Alter: 30 Geschlecht: Weiblich |
Hallo!
Eine Frage, die sich mir seit Monaten aufdrängelt.
Haben Verwandte und Freunde ein Recht darauf zu erfahren, wenn es einem, ihnen nahestehenden Menschen, gesundheitlich sehr schlecht geht.
Werden schwer Erkrankte, von ihrer Gesellschaft, dazu gezwungen über ihren Gesundheitszustand zu informieren.
Folgende Situtionen:
Ich treffe die Tochter (23 J.) einer ehemaligen Kollegin, die vor 3 Monaten an Krebs verstarb. Nachdem ich ihr mein Beileid aussprach erzählte sie wütend, wie unverständlich es ihr ist, dass ihre Mutter ihr nichts vom Krebs, der Chemo usw. erzählte.
Eine Freundin von mir ist völlig außersich, weil ihr Opa mit 79 Jahren so plötzlich verstarb und ihre Oma, erst nach dem Tod des Opas, die Familie darüber informierte, dass er schon lange an einem Herzleiden litt.
Neulich beim Hausbesuch eines Patienten, stürmte mir seine Frau schon aufgeregt entgegen, als ich auf ihren Hof fuhr. Sie hielt mir einen Brief unter die Nase "Gut das Sie da sind, gucken Sie mal hier!", "Den hab ich heute erst in der Reisetasche meines Mannes gefunden, er hat ihn versteckt, Sie müssen mir den übersetzen!". (es war der Klinikbericht ihres Mannes.) Mittlerweile hatte sich mein Patient an die Tür geschleppt. (das seine Frau ihm schon ordentlich zugesetzt hatte, war nicht zu übersehen.) Er sagte nichts, als sie weiter drängelte, ich solle ihr ins Deutsche übersetzen, was der Arzt da schrieb. Er rollte nur die Augen von links nach rechts und zurück.
Wie seht ihr das? "Verlangt" ihr Auskunft darüber, wie es um die Gesundheit, die Lebenserwartung, den Krankeitsverlauf, das Stadium einer Erkrankung, eines euch nahestehenden Menschen (Eltern, Kinder, Geschwister, Grannys usw) steht?
Wenn ja, warum?
Würdet ihr im umgekehrten Fall, Aukunft über euer Leiden geben?
Wenn ja warum und wem? Erste Bürgerpflicht - Ruhe bewahren!
Wer schreit hört auf zu denken. Ich schreie nur vor Lust.
Eine Frau kann jederzeit hundert Männer täuschen, aber nicht eine einzige Frau. |
| | Beiträge: 2.306 | Punkte: 979 | Wohnort: xxx | Registriert seit: 539 Tagen (Mar 2009) |
| | 16.01.2010, 11:14 |
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| | 16.01.2010, 11:36 |
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hiawatha
 Administrator Homo Experiancus

Geschlecht: Männlich |
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Ich denke, dass der Gesundheitszustand eines Menschen zu seinen ureigensten und persönlichen Eigenschaften zählt. Und damit hat auch nur der Betroffene selbst das Recht, darüber zu entscheiden, ob und wem er davon erzählt.
Nicht umsonst gilt beispielsweise die ärztliche Schweigepflicht auch den engsten Verwandten - Ehegatte, Kinder, Eltern - gegenüber. Der Arzt darf somit nicht einmal diesem Personenkreis Auskunft über den Gesundheitszustand geben.
Es mag für einen Betroffenen viele gute Gründe geben, seinen Gesundhaitszustand auch der engsten Verwandtschaft gegenüber zu verheimlichen. Ob die Verwandten diese Gründe akzeptieren können, spielt letztlich keine Rolle.
Ich persönlich gehöre auch zu denjenigen, die nicht über Krankheiten sprechen. Ich finde, das geht niemanden etwas an, damit muss ich selbst fertig werden.
Und was haben die lieben Verwandten auch davon, wenn sie über sämtliche Erkrankungen informiert sind ? Sie können den „armen Kranken” ständig bemitleiden und ihm damit ständig seinen Zustand vorjammern, als sich normal zu verhalten und ihm damit Abwechslung zu verschaffen.
Wer natürlich gerne bejammert, bemitleidet und nach Kräften bemuttert werden möchte, soll mit seinen Krankheiten hausieren gehen.
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| | Beiträge: 30.872 | Punkte: 61.759 | Wohnort: Europäische Union | Registriert seit: 2965 Tagen (Jul 2002) |
| | 16.01.2010, 11:36 |
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| | 16.01.2010, 11:58 |
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buxana Volkstribun

Alter: 34 Geschlecht: Weiblich |
Ich kann Hiawatha da nur zustimmen.
Zusätzlich sehe ich auch noch folgenden Aspekt: Womit ist einem Kranken mehr gedient? Mit Verwandten und Freunden, die sich grämen, die ihn bedaueren und ihn in Watte packen? Oder mit lieben Menschen um sich herum, die gut gelaunt und unbelastet ihr Leben leben?
Das ist von der Persönlichkeit des Kranken abhängig und auch davon, was er glaubt, seinem Umfeld zumuten zu können. Gibt es im Umfeld jemanden, der an so einem Wissen zerbricht, ist Schweigen vielleicht sinnvoller.
Meine Gesundheit ist meine Sache. Und wenn ich das Bedürfnis habe, darüber Zeugnis abzulegen, tu ich es. Wenn nicht, dann nicht. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen, dass ich nicht verrückt bin.
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| | 16.01.2010, 23:09 |
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bg Homo Experiancus
Alter: 29 Geschlecht: Männlich |
Ich denke schon, dass man eine gewisse Pflicht hat nahe Angehoerige und geliebte Menschen ueber kritische Gesundheitszustaende zu errichten. Schliesslich bedeutet man jenen Menschen etwas. Schlimme Krankheiten erfordern den Zusammenhalt der Familie. Aber vielleicht sehe ich das anders, weil ich aus einer Aerztefamilie komme und Krankheiten bei uns kein Tabuthema sind. |
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| | 19.01.2010, 11:57 |
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Hasso105 Homo Experiancus

Alter: 0 Geschlecht: Männlich |
| Puschimaus schrieb: |
Haben Verwandte und Freunde ein Recht darauf zu erfahren, wenn es einem, ihnen nahestehenden Menschen, gesundheitlich sehr schlecht geht.
Werden schwer Erkrankte, von ihrer Gesellschaft, dazu gezwungen über ihren Gesundheitszustand zu informieren.
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mit dem `recht` und der `moral`ist das so eine sache; alle reden gerne davon, keiner hält sich dran. das scheint mir umso mehr der fall zu sein, je wichtiger eine sache ist.
wenn du meinen rat haben willst: allein DU kannst entscheiden, wie
wichtig es DIR ist. allein dass sollte der massstab sein, und wenn jemand dir keine informationen geben will, bohre solange nach, bis du sie hast ! aber tu EINES NICHT ! verlass dich nicht auf andere, denn dann bist du VERLASSEN !
das mag sehr allgemein klingen, aber vieleicht kannst du es auf deine `problemstellung` anwenden.

ps: die bemerkung von bg finde ich auch richtig, aber ob es so gehandhabt wird, weiss `der geier`.. und der fliegt schon 
Beitrag editiert von Hasso105 am 19.01.2010, 12:01 |
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| | 19.01.2010, 12:02 |
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bobafett Homo Experiancus

Alter: 32 Geschlecht: Männlich |
Hi @all
zum einen kann ich es verstehen und würde es auch nicht jedem freund und verwandten erzählen, aber ich finde man sollte doch mit der eigenen familie frau mann kinder drüber reden sollen und auch müssen...... ist meine meinung ! Wenn eine frau sagt sie kann nicht schlafen habe ich keine probleme sie bewustlos zu schlagenThe 3 tragedies in a man's life: 1- life sucks 2- job sucks 3- Wife does NOT! Traue niemandem der fünf Tage lang ununterbrochen blutete und dann immer noch lebt.Welche Frau will mein B12  |
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| | 19.01.2010, 12:02 |
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