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| Thema: 1 Kind und Probleme mit der Lehrerin |
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Seiten (1): [1]
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14.02.2008, 20:20 |
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Mc Maddin Nihilist/in

Alter: 40 Geschlecht: Männlich |
Hallo,
mein Kind geht mitttlerweile in die 2. Klasse einer Grundschule. Nun hat sich heraus gestellt, das er geärgert wird. Nicht nur von einem Schüler sondern bereits von mehreren Kindern. Wahrscheinlich seit einem halben Jahr.
Das geht sogar so soweit, das er sich nicht wehren kann und dann bei jeder Kleinigkeit zu schreien anfängt. Er kann sich nicht wehren und äußert daher dieses Verhalten.
Selbst, wenn er die Lehrer darauf anspricht sollen die Kinder es unter sich klären. Wir haben versucht mit der Lehrerin ein Gespräch zu suchen. Nur liegt es, ihrer Meinung nach, nur an unseren Jungen. Nach ihren Äußerungen zu urteilen, wenn sich die Situation sich nicht ändert, sei sie gezwungen einen Schulpsychologen einzuschalten.
Um der Lehrerin zuvor zu kommen wollen wir selbstverständlich eine Expertenmeinung von einem Schulpsychologen daher nehmen.
Wir haben jetzt den Eindruck, das die Lehrerin sich des Problems sich nicht richtig annehmen will. Unserer Meinung nach können wir das Problem mit seiner Klassenlehrerin nicht lösen. Sie ist voreingenommen. Sie hat unser Kind bereits in eine " Schublade " gesteckt.
Nun haben wir überlegt den Jungen an einer anderen Grundschule anzumelden. Hier gehen auch mehrere seiner Freunde zu Schule. Es ist noch zu erwähnen, das er soziale Kontakte an seiner jetzigen Grundschule nicht will oder nur eingeschränkt wahrnehmen will.
Wie sollen wir uns verhalten ?
Ist ein Wechsel zur jetzigen Zeit schon ratsam ?
Ist ein Wechsel überhaupt möglich ?
Habt ihr weitere Fragen zum Hintergrund, fragt mich bitte. Ich weiß z.Z. nicht ob alles Relevante genannt habe.
Sorry, bin ein bißchen durch einander.
Gruß
Maddin
Beitrag editiert von Mc Maddin am 14.02.2008, 20:24 Champagner aus ihrem Kelch ich trank, eine Perle ich berührte, ein Jauchzen tiefster Zufriedenheit ich vernahm.
Kupferschmied der Sittlichen Allianze der Tugend in redlicher Einigkeit
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| | Beiträge: 6.212 | Punkte: 4.071 | Wohnort: Hannover | Registriert seit: 1412 Tagen (Oct 2006) |
| | 14.02.2008, 20:20 |
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| | 14.02.2008, 21:03 |
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cyberwusel
 Moderator Nihilist/in

Alter: 44 Geschlecht: Weiblich |
Genau weiß ich es nicht, aber ein Wechsel sollte zumindest zu den Halbjahren möglich sein - ein paar Monate wird er also noch durchhalten müssen.
Nun kann ich verstehen, dass du total hinter deinem Kind stehst, so sollte es ja auch sein, aber kennst du nur die Erzählung deines Jungen oder auch die der anderen Kinder. Wie wäre es denn, wenn du mal ein Gespräch mit den Eltern der anderen Kinder suchst, um herauszufinden, was denn überhaupt los ist. Erst wenn man alle Perspektiven kennt, kann man sich nämlich ein Bild machen und darauf in angemessener Art und Weise reagieren. Ist es so, dass dein Sohn von den anderen niedergemacht, gemobbt wird oder gab es einen Auslöser, dass sich die anderen Kinder so verhalten.
Dass die Lehrerin sich bei so massiven Problemen allerdings darauf beruft, dass die Kinder das unter sich ausmachen müssten, finde ich, ehrlich gesagt, unter aller Sau. Ihre Aufgabe ist nicht nur, die Kinder zu unterrichten, sondern ihnen auch gleichzeitig ein angemessenes Sozialverhalten beizubringen.
Was du tun kannst: Suche ein Gespräch mit den Eltern und auch noch einmal mit der Lehrerin. Übe mit deinem Kind Verhaltensweisen, wie es sich wehren kann, damit die Kinder aufhören, sich auf ihn einzuschießen. Lasse dir von ihm einige typische Situationen schildern, wie sie ihn ärgern, mache daraus ein Rollenspiel und überlege gemeinsam mit deinem Sohn, wie man darauf reagieren kann - eventuell sogar mit einem Rollentausch, in der du die Rolle deines Sohnes einnimmst und ihm dann zeigst, wie er reagieren sollte - das lässt sich für ihn leichter verinnerlichen.
Die Art, wie man auf Hänseleien reagieren kann, ist z.B. indem man sie bestätigt und im Gegenzug dem Anderen etwas an den Kopf wirft, was dieser sicher nicht hören will.
Ein Beispiel:
A: Geh mir aus dem Weg, du A...gesicht.
B: Wenigstens hab ich nur ein A..gesicht, immer noch besser als so fette Beine/einen bescheuerten Namen/beknackte Augen/... - wie du!
A: hab ich gar nicht ...
damit wird von dem Kind als Opfer abgelenkt und der Täter ist plötzlich in der Rolle desjenigen, der sich verteidigen muss.
Frauen sind Engel. Und wenn man ihnen die Flügel bricht, dann fliegen sie einfach weiter ............. auf ihrem Besen!
Mitstreiter der Sittlichen Allianz der Tugend in redlicher Einigkeit |
| | Beiträge: 18.593 | Punkte: 26.439 | Wohnort: Norddeutschland | Registriert seit: 2842 Tagen (Nov 2002) |
| | 14.02.2008, 21:03 |
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| | 15.02.2008, 11:25 |
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kleineSchlumpfmaus
 Moderator Nihilist/in

Alter: 28 Geschlecht: Weiblich |
Ob ein Wechsel innerhalb des Schuljahres möglich ist, weiß ich auch nciht.
Für mich klingt es so das sich Dein Sohn in dieser Klasse nicht wohl zu fühlen scheint.
Ich glaube das sich Dein Sohn in der Klasse seiner bereits bekannten Freunde wohler fühlen würde. Daher glaube ich ist ein Schulwechsel schon sinnvoll.
Habt ihr mit Eurem Kind schon darüber gesprochen?
Ansonsten würde ich das Gespräch mal mit den anderen Eltern (z.Bsp. Elternabend) suchen, bzw. mit der Rektorin sprechen.
Denn wie Wusel schon schreibt: So hörst Du auch mal die "andere Seite"
Ich kenne das noch aus meiner Schulzeit das man zu Hause immer nur das erzählt was andere Kinder getan haben. Aber nie die eigenen Schandtaten .
Viel Erfolg! Nicht traurig weil vorbei, sondern glücklich weil gewesen 
Kopf hoch! Auch wenn der Hals schmutzig ist!!
Ein Schwanz kann niemals so hart werden wie das Leben! |
| | Beiträge: 3.906 | Punkte: 4.633 | Wohnort: nähe ffm | Registriert seit: 1323 Tagen (Jan 2007) |
| | 15.02.2008, 14:31 |
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Mc Maddin Nihilist/in

Alter: 40 Geschlecht: Männlich
Themenstarter |
Hallo,
| cyberwusel schrieb: | Nun kann ich verstehen, dass du total hinter deinem Kind stehst, so sollte es ja auch sein, aber kennst du nur die Erzählung deines Jungen oder auch die der anderen Kinder. Wie wäre es denn, wenn du mal ein Gespräch mit den Eltern der anderen Kinder suchst, um herauszufinden, was denn überhaupt los ist. Erst wenn man alle Perspektiven kennt, kann man sich nämlich ein Bild machen und darauf in angemessener Art und Weise reagieren. Ist es so, dass dein Sohn von den anderen niedergemacht, gemobbt wird oder gab es einen Auslöser, dass sich die anderen Kinder so verhalten. |
ja ich stehe hinter meinem Sohn. Welche Eltern würden es nicht sein.
Die Idee mit anderen Eltern ein Gespräch zu suchen finde ich gut.
Meine Frau und ich haben auch schon an jemanden bestimmtes gedacht. Sich an weitere Eltern zu wenden halten wir bis jetzt für zu früh. Grund hier für ist der Termin bei einem Kinderpsychologen wo wir am kommenden Montag sind um ein Vorgespräch zu führen. Wir wollen erstmal abwarten. Weiter wollen und können wir es nicht an die große Glocke hängen.
Die Perspektive der Lehrer steht von vorne rein schon fest. Wir haben das Gefühl, das er bereits in Schublade gesteckt wurde und die Lehrer keine Lust haben sich mit ihm weiter auseinder zu setzen. Das geht verdammt nochmal an die Nieren.
Mein Sohn wird auffällig, wenn er seine Aufgaben nicht versteht oder wenn er beim Spielen verliert. Er reagiert frustiert. Das bekommen die Kinder in seinem Umfeld mit und es beginnt diese Mobberei. Ich weiß, ob man hier schon von Mobbing reden kann.
Um nochmal auf das Elterngespräch zurück zu kommen. Es gibt dort einen Jungen, welcher auch nicht einfach ist. Er scheint ein Teil des Problems zu sein. Er ärgert meinen Sohn und dieser reagiert entsprechend mittlerweile so, das er sogar schon seine Faust benutzt. Schlägt mein Sohn zu ist er der Dumme und steht als auffälliges Kind da. Dieser Junge macht es nicht aus Bosheit sondern versucht sich so Aufmerksamkeit zu verschaffen. Irgendwie können die beiden sich auch leiden.
Meine Frau und ich haben uns überlegt die beiden Jungs dazu zu annimieren, das sie sich verabreden. Wir wollen so erreichen, das zumindest etwas Erleichtetung für unseren Jungen dabei heraus springt. Gute Kontakte haben wir auch zu seiner Mutter.
Soweit für´s Erste.
| cyberwusel schrieb: |
Dass die Lehrerin sich bei so massiven Problemen allerdings darauf beruft, dass die Kinder das unter sich ausmachen müssten, finde ich, ehrlich gesagt, unter aller Sau. Ihre Aufgabe ist nicht nur, die Kinder zu unterrichten, sondern ihnen auch gleichzeitig ein angemessenes Sozialverhalten beizubringen. |
Wenn es nach ihrer Aussage geht hat sich nun der Schulpsychologe darum zu kümmern. Sie wissen sich angeblich nicht weiter zu helfen. Was für uns nur als billige Aussage anhört. Sie haben ihn fallen gelassen. Ich muß aber auch sagen, das unser Sohn sehr starköpfig ist.
| kleineSchlumpfmaus schrieb: |
Habt ihr mit Eurem Kind schon darüber gesprochen?
Ansonsten würde ich das Gespräch mal mit den anderen Eltern (z.Bsp. Elternabend) suchen, bzw. mit der Rektorin sprechen.
Denn wie Wusel schon schreibt: So hörst Du auch mal die "andere Seite" |
Wir versuchen jeden Tag mit unseren Sohn darüber zu sprechen.
Jeden Tag versuchen wir seinen Tag zu reflektieren. Ein Gespräch mit der Vertrauenslehrerin, der Lehrerin und dem Rektor der Schule wird erst nach dem Besuch beim Psychologen in Betracht gezogen. Wichtig ist uns eine Expertenmeinung.
Bis dann. Danke euch beiden. Vielleicht hat jemand noch eine Idee, so banal sie auch ist, ruhig weiter posten.
Danke
Maddin Champagner aus ihrem Kelch ich trank, eine Perle ich berührte, ein Jauchzen tiefster Zufriedenheit ich vernahm.
Kupferschmied der Sittlichen Allianze der Tugend in redlicher Einigkeit
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| | Beiträge: 6.212 | Punkte: 4.071 | Wohnort: Hannover | Registriert seit: 1412 Tagen (Oct 2006) |
| | 15.02.2008, 14:56 |
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bg Nihilist/in
Alter: 29 Geschlecht: Männlich |
Folgende Dinge waeren glaub ich auch nicht uninteressant:
Einzelkind?
War dein Sohn vorher einmal in einem Kindergarten?
Wie oft trifft er sich auszerhalb der Schule mit Gleichaltrigen? Wie sieht sein Tagesverlauf so im groszen und ganzen aus? Besucht er einen Hort/Nachmittagsbetreuung? |
| | Beiträge: 3.666 | Punkte: 4.221 | Wohnort: Wien | Registriert seit: 2585 Tagen (Aug 2003) |
| | 15.02.2008, 14:57 |
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BlTh Nihilist/in

Geschlecht: Männlich |
Naja, so ein ähnliches Problem gab es in meinen Umfeld auch mal (Nein, nicht bei mir)
Da war das folgende Problem, das einige Schüler immer schlechter wurden und auch die Leistungen ziemlich nachließen.
Erst dachte man es liege an dem ganzen Umfeld (klassenkameraden etc.) bis es mal zu einen Elternsprechabend kam.
Wo sich der Lehrer vor allen Eltern stellte und meinte "Na was kann er schon tun...schließlich wird er nur halbtags bezahlt und er kann nicht für jedes Problemchen da sein"
Die Schüler (3 Klasse) sollen doch auch selber mal sehn wie sie zurecht kommen. Bis es sich durch mehrere Gespräche mit anderen Elternteilen herrausstellte, wenn die Schüler fragen haben, das Sie vom Lehrer ignoriert wurden.
Ergebnis war, das im neuen Schuljahr ein anderer Lehrer da war, der sich auch um alle Belange der Schüler kümmerte und auch direkt auf die Kids einging und somit die Leistungen und auch der Zusammenhalt untereinander besser wurde.
Fazit: Setz dich doch mal mit anderen Eltern zusammen, ob die gleiche Erkenntnisse haben?
Und wie es da gesehen wird? Vllt sind da ja die gleichen Sachen festzustellen und es betrifft garnicht dein Kind als Einzelperson?!
Das soll aber jetzt nicht als Kritik an Lehrern zu sehn sein sondern nur als persönlöiche Feststellung was vllt zur Hilfe des Themas beitragen könnte (nicht das hier jetzt Kritik von den Paukern kommt )
Vllt hat ja jeder Lehrer andere Anforderungen an den Schülern...?! „Wo Freunde. wirklich Freunde sind, da bist Du zu Haus "
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| | Beiträge: 3.994 | Punkte: 2.559 | Wohnort: Vogtland | Registriert seit: 1631 Tagen (Mar 2006) |
| | 16.02.2008, 11:26 |
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kleineSchlumpfmaus
 Moderator Nihilist/in

Alter: 28 Geschlecht: Weiblich |
| bg schrieb: | Folgende Dinge waeren glaub ich auch nicht uninteressant:
Einzelkind?
War dein Sohn vorher einmal in einem Kindergarten?
Wie oft trifft er sich auszerhalb der Schule mit Gleichaltrigen? Wie sieht sein Tagesverlauf so im groszen und ganzen aus? Besucht er einen Hort/Nachmittagsbetreuung? |
bg´s Fragen sind ganz interessant. Ich bin gespannt was Maddin antwortet.
Denn wenn er evt. bisher sehr gut behütet und ohne viel Kontakt zu Gleichaltrigen aufgewachsen ist, dann könnte ihn sein neues Umfeld evt. überfordern. Nicht traurig weil vorbei, sondern glücklich weil gewesen 
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| | Beiträge: 3.906 | Punkte: 4.633 | Wohnort: nähe ffm | Registriert seit: 1323 Tagen (Jan 2007) |
| | 16.02.2008, 11:43 |
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hiawatha
 Administrator Nihilist/in

Geschlecht: Männlich |
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| kleineSchlumpfmaus schrieb: | Denn wie Wusel schon schreibt: So hörst Du auch mal die "andere Seite"
Ich kenne das noch aus meiner Schulzeit das man zu Hause immer nur das erzählt was andere Kinder getan haben. Aber nie die eigenen Schandtaten . |
Zur Klärung von Tatsachen halte ich das Gespräch mit den Eltern anderer Kinder nicht für sonderlich hilfreich. Denn diese Eltern reagieren natürlich genau wie du: Sie glauben den - subjektiv/einseitigen - Schilderungen ihres Kindes und nehmen eine Verteidigungshaltung ein, wenn Vorwürfe deinerseits kommen.
Für den Anfang bringt das also nicht viel, außer Ärger und frühzeitig verhärteten Fronten. Denn Eltern verschiedener Kinder sind in aller Regel nicht an der Klärung von Sachverhalten interessiert, sondern daran, den eigenen Sprössling in Schutz zu nehmen.
Oder wie würdest du reagieren, wenn jemand behaupten würde, dein Sohn mobbe allein oder zusammen mit anderen einen bestimmten Mitschüler ? Du würdest das vermutlich entrüstet zurückweisen, da dein Sohn so etwas natürlich nicht macht ...
Um hinter den tatsächlichen Sachverhalt zu kommen, ist es mE sinnvoller, zuerst das zwanglose Gespräch mit den Mitschülern deines Sohnes zu suchen, z.B. anlässlich eines Kindernachmittags bei dir zu Hause. Dein Sohn soll sich zwei oder drei Klassenkameraden einladen, spielt zusammen oder unternehmt etwas, dann ergibt sich auch die Möglichkeit, nebenbei mal über die Schule zu sprechen.
Kinder, die in der Gruppe angesprochen werden, geben mehr Tatsachen preis, als die Summe der Einzelangaben. Daraus lässt sich eher ein Bild der Umstände ableiten, als wenn Eltern einseitig die Position ihrer Sprösslinge vertreten und sich gegenseitig die Schuld zuweisen.
Einen Schulwechsel halte ich in der momentanen Situation ebenfalls nicht für sinnvoll. Die wirklichen Hintergründe sind völlig ungeklärt, und dein Wunsch entspringt deinem natürlichen Schutzinstinkt, deinem Kind Schwierigkeiten zu ersparen.
Das Standhalten bzw. Meistern von Schwierigkeiten formt jedoch eine Persönlichkeit und nicht das Weglaufen, jedenfalls solange, wie die Situation nicht unerträglich ist und im Laufe der Zeit keine Besserung eintritt.
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| | Beiträge: 30.872 | Punkte: 61.759 | Wohnort: Europäische Union | Registriert seit: 2965 Tagen (Jul 2002) |
| | 16.02.2008, 20:26 |
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cyberwusel
 Moderator Nihilist/in

Alter: 44 Geschlecht: Weiblich |
@ hia
es kommt natürlich darauf an, wie Maddin das rüberbringt. Wenn er auf die Eltern zugeht und gleich mit Vorwürfen ankommt wirkt es natürlich anders, als wenn er zu den entsprechenden Eltern geht und sagt, dass sein Sohn offensichtlich Probleme hat und er herausfinden möchte, woran es liegen könnte. Es gibt immer mehrere Methoden, auf jemanden zuzugehen. Wenn man eine wählt, die ein offenes Gespräch nach sich zieht, wird es zu keiner Verteidigungshaltung und somit auch nicht zu verhärteten Fronten kommen. Daran sollte allen gelegen sein.
Dass sich die Kinder zu einem Kindernachmittag bei ihm zuhause einladen lassen wage ich auch irgendwo noch zu bezweifeln. Wenn ich ein Kind wäre, dass einem anderen Böses tut, würde ich hinter so einer Einladung kein Gespräch sondern Schelte erwarten - auch schon in dem Alter.
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| | 16.02.2008, 21:40 |
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hiawatha
 Administrator Nihilist/in

Geschlecht: Männlich |
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| cyberwusel schrieb: | Dass sich die Kinder zu einem Kindernachmittag bei ihm zuhause einladen lassen wage ich auch irgendwo noch zu bezweifeln. Wenn ich ein Kind wäre, dass einem anderen Böses tut, würde ich hinter so einer Einladung kein Gespräch sondern Schelte erwarten - auch schon in dem Alter. |
Da hast du mich wohl missverstanden. Ich meinte nicht, dass er die Kontrahenten einladen sollte, sondern zunächst einmal Freunde oder neutrale Mitschüler seines Sohnes.
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| | 22.02.2008, 14:08 |
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Mc Maddin Nihilist/in

Alter: 40 Geschlecht: Männlich
Themenstarter |
Moin,
sorry das ich mich lange nicht gemeldet habe.
| bg schrieb: | Folgende Dinge waeren glaub ich auch nicht uninteressant:
Einzelkind?
War dein Sohn vorher einmal in einem Kindergarten?
Wie oft trifft er sich auszerhalb der Schule mit Gleichaltrigen? Wie sieht sein Tagesverlauf so im groszen und ganzen aus? Besucht er einen Hort/Nachmittagsbetreuung? |
Mein Sohn ist Einzelkind.
Trifft sich selten mit gleichaltrigen Kindern. Geht aber nach der Schule in den Hort.
Im großen und ganzen ist er ab 15.30 Uhr zu Hause. Geht bis jetzt einmal die Woche zu den Pfadfindern.
| kleineSchlumpfmaus schrieb: | .
Denn wenn er evt. bisher sehr gut behütet und ohne viel Kontakt zu Gleichaltrigen aufgewachsen ist, dann könnte ihn sein neues Umfeld evt. überfordern. |
Soweit wächs er wohl behütet auf.
| hiawatha schrieb: | .
.Zur Klärung von Tatsachen halte ich das Gespräch mit den Eltern anderer Kinder nicht für sonderlich hilfreich. |
Elterngespräche halte ich bis jetzt für verfrüht !
Anzeichen sind dafür da, das die Schule die Kinder gerne und schnell zu einem Psychologen abschiebt, welche sich " Aufällig verhalten ". Das kam z.B. bei Gespräch mit einem Psychologen zu Tage was mich bis ins Mark erschütterte. Er reagierte empört als ich den Namen der Schule nannte.
Wichtig ist, diese Eltern zu finden. So könnte man der Schule eine Schelte erteilen. Leider fast ein Ding der Unmöglichkeit.
| cyberwusel schrieb: | @ hia
....es kommt natürlich darauf an, wie Maddin das rüberbringt. |
Ich werde erstmal abwarten. Sollte wieder etwas vorfallen, werde ich in der Schule mit den Lehrern sprechen. Ich denke, wichtig ist, präsenz um zu zeigen, das es für mich sehr wichtig ist.
Selbst, wenn ich in der Woche zwei - dreimal in die Schule muß.
Zum aktuellen Stand:
Letzten Montag war ich mit meinem Sohn bei der Beratung ( Psychologe ). Weitere Termine werden folgen, wo der Psychologe sehen möchte, wo das Übel an der Wurzel gepackt werden kann.
Gruß
Maddin
Beitrag editiert von Mc Maddin am 22.02.2008, 14:11 Champagner aus ihrem Kelch ich trank, eine Perle ich berührte, ein Jauchzen tiefster Zufriedenheit ich vernahm.
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| | Beiträge: 6.212 | Punkte: 4.071 | Wohnort: Hannover | Registriert seit: 1412 Tagen (Oct 2006) |
| | 27.03.2008, 11:12 |
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Morgain die Fee Nihilist/in

Alter: 42 Geschlecht: Weiblich |
Also Schulwechsel sollte grundsätzlich immer möglich sein, manche Familien ziehen ja auch unter dem Jahr mal woanders hin, da geht das dann auch
Mein Sohn ist auch Einzelkind, erzählt mir NIE was freiwillig von der Schule, ich versuch ihm was aus der Nase zu ziehen, bekomme aber nichts raus, total verstockt
In seiner Klasse war auch ein Kind, das zu einem Schulpsychologen geschickt wurde - wegen ADHS, allerdings
Ich denke die Lehrer machen das gerne, weil sie sehr oft einfach überfordert sind
Vielleicht kann sich ja Lady in Red mal Äußern, die ist doch Lehrerin
vlg, Fee Es gibt nur eine Heilkraft und das ist die Natur.
Arthur Schopenhauer |
| | Beiträge: 4.448 | Punkte: 3.009 | Wohnort: bei Nürnberg | Registriert seit: 1498 Tagen (Aug 2006) |
| | 27.03.2008, 12:56 |
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Lady in Red Nihilist/in
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| Morgain die Fee schrieb: | Vielleicht kann sich ja Lady in Red mal Äußern, die ist doch Lehrerin |
War mir doch so, als hätten meine Ohren geklingelt ....
Also ich schau sonst nie in diese Abteilung, aber das passt ja.
Ok, ich kann ja mal sagen, was ich in solchen Fällen mache.
Zuerst einmal, Mc Maddin, finde ich es sehr gut, dass Du von "ärgern" sprichst und nicht von "mobben". Dieser Begriff wird heutzutage viel zu schnell herangezogen. Leider ist es nun mal so, dass Kinder schon immer geärgert wurden, das war bei uns auch nicht anders.
Genau so selbstverständlich ist es aber auch, dass man etwas dagegen unternimmt.
Und da es sich um Vorkommen in der Klasse handelt, ist es in erster Linie Aufgabe des Lehrers, das zu klären, selbstverständlich in Zusammenarbeit mit den Eltern.
Dabei ist es vollkommen egal, ob Euer Kind eventuell tatsächlich problematisch ist. Das können wir von hier aus eh nicht beurteilen, und darauf kommt es im Prinzip auch nicht an.
Der Junge geht ganz normal in die Schule, in seine Klasse, ist ein Klassenmitgleid wie alle auch, und deshalb nochmal: Da muss sich zuerst einmal die Lehrerin drum kümmern.
Es gibt in jeder Klasse Kinder, die in irgendeiner Weise auffällig sind, sei es nun durch ADHS oder aus anderen Gründen. Dafür sind ja vor allem Grundschullehrer auch als Pädagogen ausgebildet.
Gerade in der Grundschule sollte in dieser Hinsicht eine Menge passieren. Oft gibt es sogenannte Klassenleiterstunden, in denen nur Klassengeschäfte besprochen werden. Das wäre der geeignete Ort für Euer Problem.
Oft gibt es mitlerweile das hervorragende "Lion's Quest" Programm als feste Unterrichtsstunde, das Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Da gibt es verschiedene Einheiten zum Umgang miteinander.
Spätestens beim nächsten Elternabend habt Ihr die Möglichkeit, danach zu fragen.
Ich habe verschiedene Methoden ausprobiert, wie ich damit umgehe, wenn ich erfahre, dass ein Kind geärgert werde. Am meisten hat sich dabei Folgendes bewährt:
Ich lasse die Kinder - wahlweise in der Stunde oder auch zu Hause - anonym auf einen Zettel schreiben, wie sie die Situation sehen, meistens anhand von zwei Fragen:
1. Wer wird Deiner Meinung nach in der Klasse geärgert?
2. Wer ärgert andere in der Klasse?
Ich sammel die Zettel dann ein und schreibe mir auf, welche Namen genannt werden.
Anschließend lasse ich die Kinder den berühmten Stuhlkreis bilden, nenne - ohne irgendwelche Vorwürfe - die Namen, die aufgeschrieben wurde und gebe dann den Kindern die Möglichkeit, sich zu äußern. Oft fallen die Kinder, die als "Täter" genannt wurden, aus allen Wolken, weil sie eben wirklich nicht absichtlich jemandem weh tun wollten.
Anschließend überlege ich mit den Kindern, wie man so etwas in Zukunft vermeiden könnte.
Das Gute an dieser Methode ist, dass die Kinder selber sagen, wer sie stört, dass das Problem offen gelegt wird, dass den "Tätern" eben nicht gestattet wird, sich zu verstecken, und dass die Schüler gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Ich vereinbare dann mit den Kindern, z.B. in vier Wochen die Runde zu wiederholen, um zu sehen, was sich geändert hat.
Ob nun so ein oder ein anderes Verfahren - die Lehrerin hat sich darum zu kümmern, und das weiß sie auch. Sprecht sie konkret darauf an. Falls sie wirklich nichts unternimmt, gibt es einen Vertrauenslehrer, dem Ihr die Problematik schildern könnt. An manchen Schulen gibt es auch Beratungslehrer, das ist noch etwas anderes, die sind darauf spezialisiert, solche Probleme in der Klasse zu lösen.
Wenn das alles nichts nützt, könnt Ihr Euch natürlich auch an den Direktor wenden.
Ein Klassen - / Schulwechsel ist theoretisch jederzeit möglich, wenn die Kapazitäten bestehen. Würde ich aber wirklich nur im äußersten Notfall empfehlen.
Lasst Euch nicht damit abspeisen, dass Euer Kind womöglich problematisch ist. Das ist vollkommen irrelevant dabei. |
| | Beiträge: 2.838 | Punkte: 3.739 | Wohnort: D | Registriert seit: 1211 Tagen (May 2007) |
| | 27.03.2008, 20:46 |
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Morgain die Fee Nihilist/in

Alter: 42 Geschlecht: Weiblich |
Die Methode mit den Zetteln gefällt mir, werd ich auch mal der Klassenlehrerin von meinem Sohn vorschlagen! Es gibt nur eine Heilkraft und das ist die Natur.
Arthur Schopenhauer |
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Heute ist der 09.09.2010, 09:20 Uhr
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