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xpBulletin Board » Journal » Austria heute » Der VOEST-Krimi
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Thema: Der VOEST-Krimi

 

Seiten (1): [1]

Neuer Beitrag 02.09.2003, 11:46
 Der VOEST-Krimi

#1 | Zitieren |

maex1000 ist Offline maex1000
Meister



Alter: 33
Geschlecht: Männlich


Probleme bei "Kommunikation"

Wie SPÖ und Grüne am Dienstag im Parlament stimmen werden, ist absehbar: Beide wollen in der Sondersitzung die Privatisierung der staatlichen voest-Anteile verhindern. Die FPÖ hat sich in dieser Frage nun zwar auch komplett quer gelegt, will jedoch eigene Wege gehen.
Dass die FPÖ "einmal in die richtige Richtung umfällt", wie SPÖ-Klubchef Josef Cap am Montag in der ZiB2 hoffte, gilt als unwahrscheinlich. Trotzdem mauert die FPÖ in Sachen voest - der Ministerrat vor der Parlamentssitzung steht unter keinem guten Stern.

Opposition will FPÖ "vorführen"
Die Opposition hat alles darauf angelegt, die FPÖ-Fraktion am Dienstagnachmittag im Parlament "vorzuführen": Der rot-grünen Forderung nach einer staatlichen Sperrminorität bei der voest hatten Anfang Juli auch die FPÖ-Abgeordneten im oberösterreichischen Landtag zugestimmt.
Dass über einen Börsenverkauf der voest-Anteile ein österreichischer Kernaktionär garantiert werden kann, will die FPÖ Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) genauso wenig glauben wie SPÖ und Grüne. In der ÖVP hofft man nun auf "klärende Gespräche" unter den Ministern.

Nur "Kommunikationsdefizit"?
Finanzminister Karl-Heinz Grasser erklärte die FPÖ-Blockade am Dienstag im Ö1-Morgenjournal zum "Kommunikationsdefizit", das er im Ministerrat beseitigen wolle. Er will die FPÖ mittels Rechtsgutachten davon überzeugen, dass sie der voest-Privatisierung schon zugestimmt hat.
Im April und im Juni hatte auch die FPÖ im Ministerrat die Privatisierung mitbeschlossen. Nun stellen sich die Freiheitlichen jedoch auf den Standpunkt, für den tatsächlichen Verkauf sei noch ein dritter Beschluss nötig. Die Zustimmung dazu wollen sie verweigern.

Tiefe Gräben in Koalition
Bis zuletzt schienen die Positionen innerhalb der Koalition unvereinbar: Die ÖVP und Grasser erklärten, alles sei schon beschlossen, die FPÖ will in den Verkauf der voest-Anteile noch Bedingungen hineinreklamieren und droht mit "Privatisierungsstopp".
Die Mienen von Schüssel und Vizekanzler Herbert Haupt (FPÖ) im Pressefoyer nach dem Ministerrat werden Aufschluss darüber geben, ob sich Haupt vom Koalitionspartner überzeugen ließ und wie die Parlamentssondersitzung am Nachmittag verläuft.

Neuer Misstrauensantrag gegen Grasser
Auf festen Beinen steht die koalitionäre Disziplin im Parlament somit nur bei dem eigentlichen Anlass für die Sondersitzung, welche die SPÖ beantragt hatte: den lukrativen Sonderverträgen für die ÖIAG-Manager, eingeräumt vom Finanzministerium.
Die dringliche Anfrage und den Misstrauensantrag gegen Grasser dürfte die Koalition problemlos überwinden. Dieser Punkt der Tagesordnung ist im Parlament jedoch zur kleineren Hürde des Tages geworden. ORF2 überträgt die Sondersitzung live ab 15.00 Uhr.

Quelle: [ Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar ]

Das wird heute eine extrem heiße und scharfe Debatte werden, unbedingt anschauen!


Wissen ist Macht - das News-Archiv
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Neuer Beitrag 02.09.2003, 11:46
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Neuer Beitrag 02.09.2003, 11:53
 Re: Der VOEST-Krimi

#2 | Zitieren |

maex1000 ist Offline maex1000
Meister



Alter: 33
Geschlecht: Männlich

Themenstarter
Haider zeigt drei Aufsichtsräte an

LH Jörg Haider (FPÖ) hat gegen drei Mitglieder des voestalpine-Aufsichtsrates Anzeige erstattet. Im Zusammenhang mit der voest-Privatisierung kann sich Haider auch eine Klage gegen Finanzminister Karl-Heinz Grasser vorstellen.
Haider gab am Montag bekannt, dass er in der Causa des voestalpine-Vorstandes Franz Struzl Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Linz gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf Streicher, dessen Stellvertreter Rainer Wieltsch und den Vorsitzenden des voest-Konzernbetriebsrates, Helmut Oberchristl, erstattet habe.

Haider: "Wussten davon, taten aber nichts"
In der Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Linz wird ihnen vorgeworfen, vom angeblichen Aktien-Insiderhandel von Struzl seit Ende Juli 2002 gewusst zu haben, aber nicht tätig geworden zu sein. Damit sei ein Verstoß nach Paragraf 255 des Aktiengesetzes gegeben, betonte Haider.
Die schon vor einem Jahr bekannt gewordene Aktienkauf-Affäre Struzls sei ein strafbarer Tatbestand. Haider: "Dass das Verfahren durch eine Diversion beendet wurde, ist kein Freispruch für Struzl, sondern ein Schuldeingeständnis."

"Grasser überschreitet seine Kompetenzen"
Haider forderte weiters einen sofortigen Stopp der voestalpine-Privatisierung. Grasser habe mit dem Privatisierungsauftrag an die ÖIAG seine Kompetenzen überschritten. Durch zwei Beschlüsse der Bundesregierung sei er lediglich dazu ermächtigt worden, Privatisierungsmöglichkeiten zu prüfen, nicht aber operativ tätig zu werden.
Die Privatisierung müsse gestoppt werden, andernfalls treffe Grasser die volle politische und rechtliche Verantwortung. Die Konsequenzen dafür könnten bis zu einer Ministeranklage reichen, so der Kärntner Landeshauptmann. Er gehe aber davon aus, dass die übrigen Mitglieder der Bundesregierung ihren Finanzminister "zurückpfeifen" werden.

"Bund muss Kernaktionär werden"
Bei einer Privatisierung müsse die Republik weiterhin 25 Prozent der Aktien halten. Nur so könne ein österreichischer Kernaktionär garantiert werden, sagte Haider vor Journalisten in Klagenfurt.
Zusagen heimischer Banken und Versicherer, eine österreichische Kernaktionärsgruppe zu bilden, seien nicht im Sinne der Beschlüsse der Bundesregierung. Haider fürchtet, dass private Firmen zur Gewinnmaximierung ihre Anteile wieder verkaufen könnten.

Quelle: [ Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar ]

Ich kann dem Jörgi nur zustimmen: Die VOEST muss in mehrheitlich österreichischer Hand bleiben, also ich sehe einem Verkauf an der Börse skeptisch entgegen: Der Kurs ist zwar seit Mai um gut 60% gestiegen, trotzdem ist sie mit derzeit 36 € noch immer unterbewertet, da verkauft man doch nicht


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Neuer Beitrag 02.09.2003, 12:03
 Re: Der VOEST-Krimi

#3 | Zitieren |

Fritz!X ist Offline Fritz!X
Bohlenverschnitt



Alter: 33
Geschlecht: Männlich
maex1000 schrieb:
Ich kann dem Jörgi nur zustimmen: Die VOEST muss in mehrheitlich österreichischer Hand bleiben, also ich sehe einem Verkauf an der Börse skeptisch entgegen: Der Kurs ist zwar seit Mai um gut 60% gestiegen, trotzdem ist sie mit derzeit 36 € noch immer unterbewertet, da verkauft man doch nicht



Hm stimmt. Und ich hoffe, dass die FPÖ endlich mal zu dem steht was sie sagt. Zur Zeit haben sie ja praktisch keine Meinung, ja und nein, des geht ned. Hab ich gut gesagt ..

Und die Voest-Aktien würde ich so und so ned verkaufen.

"Hupf in Gatsch und schlog a Wöön."
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Neuer Beitrag 03.09.2003, 12:25
 Re: Der VOEST-Krimi

#4 | Zitieren |

Fritz!X ist Offline Fritz!X
Bohlenverschnitt



Alter: 33
Geschlecht: Männlich
hoppala, umgefallen

"Hupf in Gatsch und schlog a Wöön."
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Neuer Beitrag 19.09.2003, 12:55
 Re: Der VOEST-Krimi

#5 | Zitieren |

maex1000 ist Offline maex1000
Meister



Alter: 33
Geschlecht: Männlich

Themenstarter


Erwartungen nicht erfüllt?

Trotz Enttäuschung von ÖIAG-Aufsichtsrat Heinzel und niedrigerem Ausgabepreis als erhofft spricht Finanzminister Grasser von einem vollen Erfolg .
Mit 35 Euro Verkaufserlös je voest-Aktie haben letzte Woche die Finanzexperten gerechnet: Es ist mit 32,50 Euro um einiges weniger geworden.
Vom jetzt verkauften Aktienpaket gehen laut ÖIAG ungefähr 20 Prozent an die voest-Mitarbeiterstiftung, 30 Prozent an institutionelle Investoren, das sind Banken und Versicherungen aus Österreich, und rund 17 Prozent an Privatanleger, wie das ORF-Radio am Freitag berichtete.

Weniger Interesse ausländischer Anleger
Der Rest wurde von ausländischen Großanlegern gekauft. Gerade deren Interesse gilt nach den politischen Diskussionen als geringer als erhofft.

Für Grasser "voller Erfolg"
Finanzminister Karl-Heinz Grasser sieht den Verkauf trotzdem als vollen Erfolg: Die voest-Privatisierung sei ein Beispiel dafür, wie man eine Privatisierung im österreichischen Interesse erreiche, sagte er im ORF-Radio.
Grasser sprach von einer "Vollprivatisierung" - obwohl die ÖIAG 15 Prozent des heimischen Stahlriesen weiter behält.

Vorgaben "mehr als eingehalten"
Es sei gelungen, mit rund 50 Prozent österreichischer Aktienbesitzer die voest in heimischen Händen zu behalten, und es seien alle Vorgaben des Regierungsauftrages vom April und Juni "mehr als eingehalten" worden, so Grasser.

Darabos: Volksvermögen verschleudert
Mit einem "lächerlichen Preis" von 32,50 Euro werde "wertvollstes Volksvermögen verschleudert". So äußerte sich SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos am Freitag nach der Kursfestsetzung.
Bei der derartig "durchgepeitschten" Privatisierung sei es so, "dass wir als Republik durch die Finger schauen", so Darabos weiter. Die politische Verantwortung für das "Desaster" liege bei Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) und Grasser. Die Regierung solle "je früher, desto besser" abdanken.

Grüne: Verscherbelung
Die Grünen kritisierten den Verkauf als "befürchtetes Desaster". Budgetsprecher Werner Kogler warf Grasser vor, sich "wieder einmal in den Sack zu lügen und die Bevölkerung zu beschwindeln", wenn er die voest-Privatisierung als Erfolg bezeichne.
Kogler erklärte auf Anfrage der APA, der "erzielte Verkaufserlös bestätigt die Vorwürfe der Billigstverscherbelung".

"Preis absichtlich niedrig gehalten"
Der Zeitpunkt der Privatisierung "war offensichtlich völlig falsch gewählt. Und noch schlimmer hat die kurze Dauer und die Abwicklung des Vorgangs dazu geführt, dass der Preis absichtlich niedrig gehalten wurde."

Betriebsrat: "Unprofessionell und schlampig"
"Das ist ein schwarzer Freitag für uns alle", so der Obmann des voest-Konzernbetriebsrats, Helmut Oberchristl, bei seiner Rede auf einer Betriebsversammlung am Freitag in Linz.
Man werde weiter um den Erhalt der Arbeitsplätze und des Konzerns kämpfen, war der einhellige Tenor bei der Betriebsversammlung.
Der jetzige Börsengang sei "unprofessionell und schlampig", führte Oberchristl aus und sagte: "Es ist eine rein politische Aktion, die hier abgelaufen ist."

AK kündigt rechtliche Schritte an
Der designierte Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Johann Kalliauer, kündigte am Rande der Betriebsversammlung an, die Kammer werde rechtliche Schritte gegen die jetzige Entscheidung der ÖIAG prüfen.

Heinzel: "Das ist Österreich"
ÖIAG-Aufsichtsrat Alfred Heinzel äußerte sich Donnerstagabend in der ZiB3 ebenfalls unzufrieden: "Das ist Österreich."
Laut ÖIAG-Sprecherin Viktoria Kickinger sind rund 30 Prozent der voest-Anteile in "oberösterreichischer Hand". Die Unternehmenssprecherin bezeichnete den Preis von 32,5 Euro pro Aktie als "ganz tollen Verkaufspreis" - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.

Anleihe läuft bis 2006
Die ÖIAG hat von ihren 34,7 Prozent der voest 19,7 Prozent über die Börse verkauft und für weitere 15 Prozent eine Umtauschanleihe begeben, die bis 2006 läuft. Somit behält die ÖIAG diese Aktien vorerst.

Quelle: [ Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar ]

Das ganze ist doch ein einziger Witz! "Vollprivatisierung" - na wo denn ?! "Arbeitsplatzsicherung" - na wie denn ?! Die VOEST um einen solchen Preis zu verschenken ist echt eine absolute Frechheit, wie ich schon einmal gesagt habe wäre ein Preis ab 50 € akzeptabel, besser noch 65-70 €, aber für diese jämmerlichen 32,50 € ist das ein purer Ausverkauf österreichischen Staatsgutes, vollzogen durch den betrügerischen und notorisch lügenden Grasser, gedeckt durch Schüssel, eine Riesenschweinerei dieser Saubagage, bei den nächsten Wahlen werden sie das bitter bezahlen - zu Recht Die FPÖ hat zu wenig Profil gezeigt, leider, aber Schuld trifft sie keine: Laut dem Entschlusspapier, dass sie im Nationalrat präsentiert haben (entstanden gemeinsam (!) mit der ÖVP), wollten sie 20-25% der VOEST in österreichischer Hand halten, die ÖVP wollte aber gleich am nächsten Tag nichts mehr von diesem Schreiben wissen, diese verdammten Hurensöhne


Wissen ist Macht - das News-Archiv
 Beiträge: 8.991 | Punkte: 20.261 | Wohnort: Österreich | Registriert seit: 5981 Tagen (May 2002)
 
Neuer Beitrag 20.09.2003, 11:26
 Re: Der VOEST-Krimi

#6 | Zitieren |

Fritz!X ist Offline Fritz!X
Bohlenverschnitt



Alter: 33
Geschlecht: Männlich
Ich finde es schlimm, dass Privatisierungen und Liberalismus überhaupt als positiv angesehen werden. Was passiert sieht man ja: Österreichische Arbeitsplätze, österreichische Qualität in der Hand des Auslands, juhu ... vernichtet uns.

"Hupf in Gatsch und schlog a Wöön."
 Beiträge: 1.169 | Punkte: 1.000 | Wohnort: Niederösterreich | Registriert seit: 5975 Tagen (May 2002)
 
Neuer Beitrag 20.09.2003, 11:26
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